Lagerarten nach Lagergut

Wer heutzutage ein Sofa, Aquarium oder einen neuen Toaster kauft, tut das im seltensten Fall vom Hersteller selbst. Oft übernehmen Zwischenhändler die Vermittlung zwischen Fabrikant und Endkunde. Um immer genügend Produkte vorrätig zu haben, werden diese in großen Lagern verstaut und warten dort auf die Auslieferung. Diese meist großen Hallen dienen innerhalb des logistischen Netzwerks als Knotenpunkte, in denen die Güter für eine gewisse Zeit deponiert werden. Lagersysteme sichern darüber hinaus auch die Produktion. Vor allem bei Rohstoffen, die saisonalen Engpässen unterliegen, gleichen diese Depots einen Mangel aus und gewährleisten einen reibungslosen Ablauf in der Herstellung.

Lager ist nicht gleich Lager

Die Größe und Beschaffenheit eines Lagers hängt in erster Linie davon ab, welche Produkte dort untergebracht werden. Manche Systeme beherbergen Fertigwaren, wohingegen andere die Rohstoffe speichern, die für eine weitere Verarbeitung gedacht sind. Generell werden vier verschiedene Lagerarten unterschieden: Im Werkslager, oder auch Fertigwarenlager, hat das Unternehmen die Möglichkeit, das Endprodukt nach der Herstellung kurzfristig abzulegen. Dort wird eine gewisse Menge des Produktes gesammelt und gemeinsam abtransportiert. Von hier aus führt der Weg zum Zentrallager. Dieses sorgt für die Verteilung der Waren an die nachgeordneten Depots. In der Regel wird dort das vollständige Sortiment eines Unternehmens bereitgehalten. Gibt es keine nachgeordneten Lager, dient das Zentrallager als Bereitstellungsort für die Lieferanten.

Regionallager sind unterhalb der Zentrallager anzusiedeln und haben in erster Linie eine Pufferfunktion, um vor- und nachgelagerte Depots zu entlasten. Sie gewährleisten aber auch kurze Wege zum Kunden. Auf der letzten Stufe stehen die Auslieferungslager oder Distributionslager. Hier werden die in der Region absatzstärksten Produkte vorgehalten und für den Versand zum Kunden vorbereitet.

Besondere Lager für spezielle Güter

Für manche Produkte ist es wichtig, ein Lager zu haben, das genau auf diese Waren zugeschnitten ist. So gibt es neben besonderen Systemen für Kühlwaren auch Speziallager für Gefahrstoffe. Darüber hinaus existieren Depots als Stückgutlager, Schüttgutlager, Langgutlager und Flachgutlager. Unterschieden wird auch nach der Ausführungsform. Beispielsweise gibt es Varianten, wo die Waren nur auf dem Boden verstaut werden und Lager, die auf dem Etagenprinzip beruhen. Auch Druckbehälter oder Wassertürme werden zu Speziallagern gezählt.