Kühllager

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Die Lagerung von Lebensmitteln stellt immer ganz besondere Anforderungen an das Lagersystem. Fisch, Fleisch, aber auch teilweise Gemüse und Obst müssen in kühlen Räumen aufbewahrt werden, bevor man sie zum Verkauf anbietet. So bleiben sie länger frisch und verderben nicht zu schnell.

Für diesen Zweck gibt es eigens Kühllager in unterschiedlichen Größen. Gastronomien brauchen oft kleine Kühlräume, damit die Getränke kalt bleiben. Große Supermarktketten und Hotels betreiben ganze Kühlkomplexe, um die Nahrungsmittel für mehrere Tage gut unterzubringen. Dabei wird das Kühllager technisch aufwendig auf eine bestimmte Temperatur heruntergekühlt, was meist viel Energie erfordert. Je nachdem, was genau gelagert wird, muss die Kühle angepasst werden. So braucht Tiefkühlkost Temperaturen unter null Grad Celsius, wohingegen einheimische Früchte und Gemüse um 0 Grad gelagert werden. Tropische und subtropische Früchte dagegen brauchen fünf bis 13 Grad Celsius. Bei Kühllagern für Nahrungsmittel spielt neben der richtigen Isolation insbesondere die Hygiene eine entscheidende Rolle. Besonders bei nicht abgeschlossenen Speisen wie in der Käseproduktion sind Sauberkeit und Reinheit oberstes Gebot.

Kühllager für chemische Stoffe

Auch in der Produktion werden Kühllager gebraucht. Oft werden technische Produkte mit Hilfe von chemischen Stoffen hergestellt, die wiederum nur bei einer ganz bestimmten Temperatur einsatzfähig sind. In manchen Fällen werden chemische Reaktionen auch durch Kühlung verlangsamt. Handelt es sich dabei um einen Gefahrenstoff, muss das Kühllager zudem den Anforderungen eines Gefahrstofflagers entsprechen und gewisse Auflagen erfüllen.

Die Geschichte des Kühllagers

Schon früh bemerkten die Menschen, dass Lebensmittel, die gekühlt gelagert wurden, sich länger hielten. Daher verbuddelte man in wärmeren Gegenden die gesammelten Beeren oder gefangenen Tiere im kalten Boden und hielt sie so länger frisch. In Breitengraden, die stark von Eis und Schnee geprägt waren, machte man sich die kalte Umgebung zunutze. In eigens dafür gefertigten Eiskellern wurde im Winter das Eis aus Flüssen oder Seen gesammelt und hielt bis in den Sommer hinein die Nahrungsmittel kühl. Abgelöst wurde diese Methode erst durch die Einführung der Kältemaschine gegen Ende des 19. Jahrhunderts.