Stückgutlager

Lagersysteme unterscheiden sich nicht zuletzt darin, wie die dort gesammelten Waren transportiert werden können. Ein sehr häufig auftretender Depottyp ist das Stückgutlager. Hier werden sogenannte Stückgüter oder auch Sammelgüter aufbewahrt, die, wie der Name verrät, an einem Stück von Spediteuren oder Logistikunternehmen transportiert werden können. Dies umfasst Gebinde ebenso wie eine beladene Palette oder einfache Kisten aus Holz oder Pappe. Zum Stückgut werden ebenfalls Rollen von Pappe oder Papier, Maschinen und Anlagenteile gezählt. Nicht zu dieser Gruppe gehören dagegen Flüssigladungen. Gase, die in einem Tankfahrzeug transportiert werden, sind kein Stückgut. Ebenso wenig zählen Schüttgüter wie Sand, Kiesel oder Steine in diese Kategorie. Ein Stückgutlager kann solche Waren optimal aufnehmen und sicher verstauen. International werden Stückgüter als Kollo bezeichnet.

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Stückgut und Sammelgut

Obwohl die Begriffe Sammelgut und Stückgut oft synonym verwendet werden, gibt es doch einen prägnanten Unterschied. Stückgut bezeichnet die Objektgröße und wird im Rahmen der Güterverkehrssysteme verwendet. Ein Sammelgut ist dagegen eine zu einer Einheit verpackten Masse. Diese kann aus mehreren kleinen Produkten bestehen, die meist ein jeder für sich als Stückgut beschrieben werden. Wenn diese Waren jedoch aus Gewichts- und Platzgründen zusammengefasst werden, spricht man von einem Sammelgut.

Die Größe eines Stückgutes

Im Gegensatz zu den klar definierten Grenzen von Paketgrößen, wie sie beispielsweise die Deutsche Post oder andere Spediteure vorschreiben, gibt es bei Stückgütern keine klaren Grenzwerte. In der Regel liegt die Größe eines Stückgutes zwischen dem, was von einem Gabelstapler transportiert werden kann und der Größe eines 40-Fuß-Containers, also der Ladefläche von einem Lkw. Viele Stückgüter sind jedoch weitaus größer, beispielsweise Flügel von Windrädern, die mit einem Großraumtransport ans Ziel gebracht werden müssen. Beim Transport eines Stückgutes sind den Möglichkeiten nur wenig Grenzen gesetzt. In der Regel richtet sich das Transportmittel nach der Größe und dem Gewicht sowie dem Start- und Zielort der Ware. Dabei stehen neben Last- und Pritschenwagen ebenso Container auf Zügen und Schiffen zur Verfügung. Über weite Strecken und bei knapper Sendezeit werden Stückgüter auch oft mit dem Flugzeug zum Kunden gebracht.